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Ostergruß
an die Pfarreien Manching, Oberstimm, Ebenhausen und Baar


Liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

Verschlossene Türen, Angst, Niedergeschlagenheit, Trostlosigkeit – so beginnen die meisten Ostergeschichten, die uns die Evangelien überliefern. Und wir selbst finden uns gerade in diesen Beschreibungen wieder: Unsere Türen sind verschlossen, eine bedrohliche und berechtigte Angst vor Ansteckung mit dem Coronavirus hat uns befallen, Abstand halten gilt als die beste Sicherungsmaßnahme und der Rückzug ins eigene Zuhause ist angesagt.

Die Osterberichte bleiben aber nicht bei Resignation und Furcht stehen. So ist es den beiden Jüngern aus Emmaus gegangen, die zu zweit wieder in ihre Heimat zurückgehen. Sie kehren dem Kreuz und den schicksalsschweren Erlebnissen des Karfreitags den Rücken. Jerusalem ist ein gefährliches Pflaster für all die, die diesem Jesus von Nazaret gefolgt sind.

Sie verlassen enttäuscht die Stadt. Beim Gehen wird ihr Kopf frei. Gedanken ordnen sich plötzlich. Neue Erkenntnisse stellen sich ein. Auf dem Weg klärt sich vieles, einiges wird neu im Kopf sortiert, vieles natürlich auch im Herzen. Diese Erfahrungen hat bestimmt schon jeder von uns einmal gemacht!

Da tritt plötzlich ein Fremder zu ihnen, legt ihnen die Schrift aus, spricht mit ihnen über den Messias, der leiden musste, und der am dritten Tage auferstanden ist und der den Tod, den letzten und größten Feind des Menschen, besiegt hat. Während einer abendlichen Einkehr bricht Jesus das Brot mit ihnen – und sie erkennen: Er, der Auferstandene, ist mit ihnen gegangen und ist weiter mit ihnen auf dem Weg. Wie blind waren sie doch, wie wenig haben sie der Intuition ihres Herzens vertraut, weil sie viel zu sehr mit den eigenen Problemen und Zweifeln beschäftigt waren (Lk 24,13-35).

Jesus Christus ist auferstanden, das Grab ist leer! Gegen die Angst hilft nur, was stärker ist als Angst, das Vertrauen in Gott. Der Mächtigste ist und bleibt der, der den Tod besiegt und überwunden hat: Jesus Christus. Wer gläubig dem Sohn Gottes vertraut, der kann in Frieden leben. Deshalb hören wir so oft an Ostern den Ruf: „Friede sei mit euch!“. Jesus bricht die Enge auf, in der wir uns eingeschlossen haben und tritt mitten unter uns. Er geht mit uns, unsichtbar wie auch geheimnisvoll, und doch so voller Nähe. Das ist Ostern, das ist österliche Begegnung mit dem Auferstandenen, die wir heute noch an uns erleben. Auch wenn Sie in diesem Jahr den Auferstandenen nicht in seinem eucharistischen Leib, unter der verborgenen Gestalt des Brotes, empfangen können, so darf ich Ihnen allen doch diese Nähe Gottes zusprechen, damit die österliche Botschaft Ihr Herz erreicht: Das Grab ist leer, Jesus Christus ist auferstanden! Er lebt, er ist mitten unter uns, wenn wir uns zum österlichen Mahl in den Familien und Häusern versammeln, wenn wir uns als häusliche Gemeinschaft im Gebet mit Gott verbinden, sei es bei den Hausgottesdiensten oder bei den Fernsehgottesdiensten, aber auch überall dort, wo wir einander den österlichen Gruß zurufen: „Frohe Ostern, Christus ist auferstanden!“

Er, Jesus Christus, ist der Grund unserer Freude und unseres Frohseins, gerade in dieser herausfordernden Zeit der Corona-Pandemie. Aufeinander achten, in österlicher Zuversicht handeln und dem Nächsten durch Wort und Tat beistehen, solidarisch miteinander leben, keinen aus dem Blick verlieren, ist demnach Aufgabe und Verpflichtung in diesen Tagen, die manche in tiefe Trauer und Depression gestürzt, viele wirtschaftliche und finanzielle Schwierigkeiten hervorgerufen haben und für uns alle enorme Veränderungen in unserem täglichen Leben bedeuten.


Mit Gottvertrauen, mit einem gläubigen Blick auf Gott, einer österlichen Zuversicht und Entschlossenheit wollen wir die Herausforderungen als Gesellschaft und Kirche meistern. Dann können wir einmal zufrieden wie auch stolz auf diese schwere und gefahrvolle Zeit zurückblicken, die wir zuversichtlich im Glauben überwunden haben.


So wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest, dass Sie den Auferstandenen an Ihrer Seite spüren und die österliche Botschaft in Ihren Familien, Ihrem Leben und Herzen – trotz so manch staatlich verordneter Enge - weiten Raum einnimmt.


Christus ist von den Toten auferstanden! Er lebt!


Ihr Pfarrer

Tobias Hiller


Feier der Karwoche und Ostern in unserer Pfarreiengemeinschaft


Die Feier des österlichen Triduums erfolgt dieses Jahr ohne die physische Beteiligung von Gläubigen. So bestimmt es ein Dekret vom 19.03.2020, das von Kardinal Sarah im Auftrag von Papst Franziskus erlassen wurde. Demnach sollen die Gläubigen über die Uhrzeit informiert werden, wann und wo die Liturgie gefeiert wird, um sich von zu Hause aus im Gebet mit der Feier des österlichen Triduums zu verbinden.

Die Diözese Augsburg bietet sehr ansprechende Hausgottesdienste auf ihrer Homepage an: Link

Ebenso gibt es für Familien sehr gut ausgearbeitete Vorlagen von der Seelsorge des Bistums: Link

Ich bitte Sie, dieses Angebot wahrzunehmen und es Angehörigen, die kein Internet haben, zugänglich zu machen.


Laut Anordnung des Generalvikars sind die Segnung und Verteilung der Palmbuschen, die Weitergabe des Osterlichtes sowie die Speisensegnung nicht gestattet.


Wann in unserer Pfarreiengemeinschaft Gottesdienste - unter Ausschluss der Öffentlichkeit – gefeiert werden, entnehmen Sie bitte folgenden Dateien. Wir bitten Sie, die Gottesdienste zu Hause mit Hilfe der Hausgottesdienstvorlagen zu begleiten.

Gottesdienste Manching/Oberstimm
Gottesdienste Karwoche und Ostern ManchingOberstimm.pdf (201.84KB)
Gottesdienste Manching/Oberstimm
Gottesdienste Karwoche und Ostern ManchingOberstimm.pdf (201.84KB)
Gottesdienste Baar-Ebenhausen
Gottesdienste Karwoche und Ostern BaarEbenhausen.pdf (188.67KB)
Gottesdienste Baar-Ebenhausen
Gottesdienste Karwoche und Ostern BaarEbenhausen.pdf (188.67KB)

Darüber hinaus überträgt das Bistum Augsburg Gottesdienste, Andachten und Gebetsimpulse im Fernsehen, Radio und Internet. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage des Bistums: Link 


Ihr Pfarrer T. Hiller