Ein anderer Vorteil der Atemschutzmaske

Liebe Pfarrgemeinde,
nun bestimmt Corona schon über ein Jahr unser tägliches Leben. Es nimmt Einfluss auf jeden denkbaren Bereich, sei es beruflich, in der Familie, beim Sport, beim Einkaufen oder in der Kirche. Auch wenn sich die Situation im Vergleich zum letzten Osterfest kaum verändert hat, so ist doch die Tatsache, dass wir dieses Jahr das Leiden, Sterben und die Auferstehung des Herrn gemeinsam begehen dürfen, für uns Christen natürlich ein großes Geschenk, über das wir sehr dankbar und glücklich sind. Selbstverständlich finden die Gottesdienste u.a. mit Abstand und FFP2-Maske statt, was aktuell einfach überall dazu gehört, um die Ausbreitung des
Virus, so gut es geht, einzuschränken. Gerade vor dem Hintergrund der momentanen Entwicklungen hat die Aufgabe der Eindämmung an Brisanz gewonnen.

Am Rande der Berichterstattungen, die überwiegend von Mutationen, Inzidenzen und Lockdown-Diskussionen geprägt sind, habe ich auch schon von Vorteilen der Maske gehört, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit Corona stehen. So soll sie durch die Verringerung der Tröpfchenabgabe auch eine positive Auswirkung auf die Verbreitung anderer Krankheiten, wie z.B. die Grippe, haben. Also umso mehr FFP2-Masken, umso weniger solcher Krankheiten. Dasselbe gilt wohl ebenso für den Abstand. Auch war des Öfteren schon von einer „neuen Normalität“ die Rede, was wahrscheinlich Maske und Abstand mit einbezieht.

Diese Vorstellungen, gepaart mit der Tatsache, dass es ganz viele „symptomlose Erkrankte“ gibt, rufen bei mir ehrlich gesagt wahre Albträume hervor, die für mich alles andere als normal sind. Ich stelle mir da eine Welt vor, in der ein Klima der Angst, des Misstrauens herrscht. Man hat teilweise schon jetzt Begegnungen, bei denen Leute die Straßenseite wechseln oder gar schimpfend wegspringen, um sich vor einem in Sicherheit zu bringen. So ein Verhalten ist meiner Meinung nach lieblos und falsch. Denn Grüßen, freundlich Sein, den anderen mit Respekt Behandeln kann ich immer – selbst mit Atemschutzmaske und Abstand. Umgekehrt finde ich es natürlich genauso lieblos und falsch, einem, der augenscheinlich Angst hat bzw. sehr vorsichtig ist, zu nahe zu kommen, nur weil man selbst anders denkt. In dieser Zeit sind einfach Verständnis und Toleranz sehr wichtige Eigenschaften. Aber ich will definitiv in keiner Welt leben, in der jeder Mensch ein symptomloser Erkrankter, also eine Bedrohung sein könnte, und ich ihm das auch zu spüren gebe. Nein! So eine Welt will ich nicht!

Auch wenn es für mich momentan nur sehr schwer vorstellbar ist, so will ich irgendwann wieder im Bierzelt mit fremden Leuten schunkeln, im Stadion beim Jubeln den Nächstbesten umarmen und Personen zur Begrüßung einfach „ganz normal“ die Hand geben. Das ist und bleibt für mich Normalität.

An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich Corona sehr wohl für eine reale Bedrohung halte, die weit über die einer normalen Grippe hinaus geht und gegen die man, so gut es geht und soweit man es den Leuten zumuten kann, auch Maßnahmen ergreifen muss. Mir geht es gar nicht um die Pandemie selbst, sondern um unseren Umgang mit- und untereinander, und da muss ich an folgende Worte Jesu denken:

„...Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan...“

Denn wenn, wie es im Matthäusevangelium steht, der Menschensohn kommt, dann will ich nicht über mich hören: „Ich kam dir entgegen, doch du hast die Straßenseite gewechselt; ich habe deinen tröstenden Blick gesucht, doch du hast weggesehen; ich brauchte deine helfende Hand, doch du hast sie mir nicht gereicht...“. So können die vermeintlichen Vorteile von Atemschutzmaske & Co. der Gesellschaft mehr schaden als nützen, wenn man die Liebe außer Acht lässt und sich komplett von Angst und dem daraus wachsenden Misstrauen leiten lässt. Aber genau dafür gibt es ja das Gebet, das uns Mut, Kraft, Optimismus und vieles mehr verleihen kann, wenn wir uns im Vertrauen Gott zuwenden.

Neben meiner eher kritischen Meinung hinsichtlich dieser Vorzüge habe ich für mich dennoch einen tatsächlichen uneingeschränkten Vorteil entdeckt: das Lächeln mit Maske. Das mag vielleicht komisch klingen, da man darunter ja die Gesichtszüge kaum erkennen kann. Aber genau darum geht es mir!

Hin und wieder gibt es Situationen, in denen ich Leuten zulächle, während ich eine Maske trage und inständig hoffe, dass sie es richtig deuten und nicht als Neugierde, Maßregelung oder Sonstiges interpretieren. Speziell fallen mir da Situationen im Gottesdienst ein, wenn z. B. eine Frau mit ihrem Kind in der Kirche auf und ab geht. Während beide vorbeigehen, denke ich mir: „Wie schön, dass sich diese Mama mit ihrem kleinen Kind auf den Weg in die Kirche gemacht hat und mit uns gemeinsam Gottesdienst feiert, obwohl das für sie vielleicht stressig ist und es zu Hause so viel einfacher und bequemer wäre.“ Genau in diesen Momenten
strenge ich mich besonders an, dass mein Lächeln erkannt wird. Und da meist ein für mich wahrnehmbares Lächeln zurückkommt, schlussfolgere ich: Es gelingt mir! Aber wie kann es sein, dass ich anscheinend ein Lächeln aussenden kann und auch selbst eines wahrnehme, obwohl Mund und sogar Nase komplett bedeckt sind?

Ist es die Körperhaltung oder ein spezielles Funkeln in den Augen? Bei einem Telefoncoaching habe ich gelernt, dass man selbst am Telefon immer lächeln sollte, weil der Gesprächspartner das spürt. Gerade in der momentanen Situation ist es doch auch schön zu wissen, dass ein Lächeln sogar durch einen Anruf vermittelt
werden kann. Beides, also meine Beobachtung und diese Theorie bzgl. des Telefonierens, lassen mich zu dem Gedanken kommen, dass es da noch irgendwie mehr geben muss als nur nach oben geschwungene Mundwinkel, die ein Lächeln ausdrücken, und Augen, die es als solches erkennen. Aber was ist dieses „Mehr“?

Wenn es so stark ist, dass nicht einmal eine Mund-Nasenbedeckung oder kilometerlange Telefonverbindungen es davon abhalten können, „empfangen“ zu werden, ist es etwas ziemlich Mächtiges. Und bei „mächtig“ muss ich unweigerlich an die Liebe denken, die wohl stärkste und mächtigste Kraft auf Erden, die sich ja grundsätzlich weder messen noch wissenschaftlich belegen lässt. Kann es also sein, dass ein Lächeln ein kleiner Funke der Liebe Gottes ist, die in jedem von uns wohnt und zu deren Weitergabe wir berufen sind? Mir gefällt dieser Gedanke, zu dem mich diese ungeliebte Maske gebracht hat, und ich möchte das verinnerlichen: mit meinem Lächeln bewusst und zielgerichtet die Liebe Gottes aussenden. Es könnte ein erster Anfang sein, weg von Angst und Misstrauen, hin zu mehr Gottvertrauen und liebevollem Miteinander. Dieses herzliche Lächeln, hoffentlich in seiner ganzen Schönheit und Wirkung bald ohne Maske, kann für mich gut und gerne „neue Normalität“ werden.

So wünsche ich Ihnen zu Ostern neben bester Gesundheit und vielen hoffnungsvollen Gedanken vor allem Menschen, die Ihnen immer wieder ein warmes Lächeln schenken und sei es „nur“ per Telefon. Und wenn es Ihnen in dieser Zeit schwer fällt, positiv zu sein, erinnern Sie sich:

„Jesus lebt, mit ihm auch ich!“ – wenn das kein Grund zum Lächeln ist!


Hannes Hladil, PGR-Vorsitzender Manching/ Oberstimm

 Firmung 2021 in unserer Pfarreiengemeinschaft

Informationen zur Firmung finden Sie auf der Startseite.

Organisatorisches an Ostern

Aufgrund der gestiegenen Fallzahlen wurden die Uhrzeiten für die „Osternächte“ abgeändert!!
Ebenso entfällt die Nachtanbetung „durch die Nacht“. 
Es findet eine Anbetung bis 21 Uhr am Karfreitag in Manching statt, Abschluss Komplet um 21 Uhr. 
Die Trauermette am Karsamstag um 8 Uhr in Manching entfällt ebenfalls.


Für sämtliche Gottesdienste in unserer Pfarreiengemeinschaft

ab dem Palmsonntag, 28. März 2021,
bis zum Ostermontag, 5. April 2021,

müssen Sie sich vorab im Pfarrbüro anmelden!


Sie können sich
ausschließlich telefonisch in den Pfarrbüros anmelden:

Manching und Oberstimm

Dienstag, 16.03.2021: 14-18 Uhr oder Mittwoch, 17.03.2021,  sowie Donnerstag, 18.03.2021 jeweils: 8-12 Uhr und 14-18 Uhr

Baar und Ebenhausen

Ab Montag, 8. März 2021 zu den normalen Öffnungszeiten

Vielen Dank für Ihr Verständnis! 

Geistliche Gedanken zum Franziskusjahr

Kinderwortgottesdienste

Leider wird auch am 7. März 2021 kein Kinderwortgottesdienst in Oberstimm stattfinden.
Dafür wird am Gründonnerstag, den 1. April 2021,  um 15.30 Uhr in der Manchinger Kirche ein Kinderwortgottesdienst "Auf dem Weg - zu Ostern" gefeiert.
Bitte meldet euch dazu im Pfarrbüro an!

Euer Kinderwortgottesdienstteam



Solange keine Kinderwortgottesdienste bei uns in der Pfarrei stattfinden, empfehlen wir Ihnen für zu Hause folgenden Link:

http://www.pg-ehekirchen.de/index.php/pfarreiengemeinschaft-ehekirchen/kinderpastoral

Ihr Kinderwortgottesdienstteam Manching - Oberstimm

Pfarrei Manching/Oberstimm

Marienkapelle – Verrußung durch mitgebrachte Kerzen

Liebe Besucher der Marienkapelle, wie Sie sicher selbst schon gesehen haben, ist die Kapelle und die Skulptur der Schmerzensmutter Maria wieder stark verrußt. Eine Renovierung der Kapelle und zumindest eine Reinigung der Skulptur wird in nächster Zeit nötig. Die Maßnahmen sind an Bedingungen des Denkmalschutzes geknüpft und werden sicher nicht ganz billig.

Wir bitten Sie deshalb, keine mitgebrachten Kerzen, Teelichter, Öllichter etc. zu entzünden. Bitte verwenden Sie ausschließlich die kleinen rußfreien Kerzen, die ausliegen. Die große Kerze, an der Sie die kleinen Kerzen anzünden können, wurde als Spende abgelegt und wird vor den Renovierungsmaßnahmen noch abgebrannt. Wenn Sie eine „Nachfolgerkerze“ spenden möchten, kaufen Sie diese bitte nicht selbst, sondern setzen Sie sich bitte mit dem Pfarrbüro in Verbindung, damit auch hierfür eine rußfreie Kerze beschafft werden kann.               

Kirchenverwaltung


Seniorennachmittage
 

Die bisher geplanten Seniorennachmittage der Pfarrei Manching St. Peter müssen leider weiterhin bis auf weiteres „Corona-bedingt“ noch entfallen. Sobald es unbedenklich möglich ist, werden wir wieder Veranstaltungen anbieten. Wir bitten für diese erforderliche Maßnahme um Ihr Verständnis. 

Unsere Pfarreiengemeinschaft wird modern! 

Ab sofort sind wir auch auf Social Media vetreten. Finden könnt ihr uns auf Instagram unter pg.manching.baar.ebenhausen
Immer wieder werden dort Impressionen und Bilder aus dem Pfarreienleben veröffentlicht. Schaut vorbei ;-)